Auf der sardischen Hochebene Barbagia leben überdurchschnittlich viele Männer, die älter als 100 Jahre werden. Auf der japanischen Insel Okinawa haben Frauen eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. In der Gemeinschaft der Adventisten im kalifornischen Loma Linda, in der Nicoya-Halbinsel in Costa Rica und auf der griechischen Insel Ikaria teilen Menschen dasselbe Phänomen: Sie werden sehr alt – und dabei auffallend gesund. Der Demograf Michel Poulain und der Journalist Dan Buettner haben diese Regionen in den frühen 2000er-Jahren kartiert und mit blauer Tinte auf einer Landkarte markiert. Der Begriff Blue Zone war geboren.
Was folgte, war eine der einflussreichsten Debatten der modernen Gesundheits- und Ernährungsforschung – und zugleich eine, die die Gastronomiebranche bis heute beschäftigt. Denn die Erkenntnisse aus den Blue Zones sprechen nicht nur von Genen und Glück. Sie sprechen von Ernährung, Alltagsstruktur und sozialer Einbettung. Von Dingen, die ein Restaurant direkt beeinflussen kann.Lies weiter
